Holzschlaganweisung 2026

Jährlich lädt die Forst AG Oberes Rheintal die Verwaltungen der verwalteten Gemeinden zur Holzschlaganweisung ein. Dabei erhalten sie wertvolle Informationen zu bereits getätigten Projekten, besichtigen z.B. Holzschläge und erhalten einen Ausblick auf weitere laufende Tätigkeiten auf dem jeweiligen Gemeindegebiet.

Bei sommerlichem Wetter besichtigten die rund 30 Vertreter der Ortsgemeinden, Rhoden und Politischen Gemeinde am Mittwoch, dem 26. August 2026 zusammen die steileren und weniger gut zugänglichen Bewirtschaftungsgebiete von Rüthi und Lienz. Gestartet wurde mit der Besichtigung der Inneralp, wo rund 200m3 Holz geerntet wurden. Mittels Seilschlag wurde dort der untere Waldbereich nutzbar gemacht. Dieser Wald wurde im Jahre 1972 als Ersatzaufforstung für die Autostrasse angelegt und bestand daher rein aus Fichten. Um einen vielfältigeren Wald mit rund 4 verschiedenen Baumarten zu erhalten, wurde grosszügig Platz und Licht für Jungbäume geschaffen, welche nun dort ebenfalls gedeihen können.

Nach einer kurzen Fahrt zur Alp Oberkamor erläuterte Revierförster Sascha Kobler die Kostenzusammenstellung des Holzschlages auf dieser Alp. Da der Holzschlag nur wenig Nutzholz brachte, zeigt die Rechnung leider ein negatives Ergebnis von rund CHF 14'500.–, welches die Alpkorporation mit Hilfe weiterer Unterstützer zu tragen hatte. 

Regionalförster Philipp Näf informierte über die Auswirkungen und Probleme der diesjährigen Trockenheit. Für alle ersichtlich "herbstelt" es bereits seit einigen Wochen im Wald. Die Buchen lassen ihr Laub fallen, damit sie nicht weitere Feuchtigkeit über die Blätter durch Verdunstung verlieren und auch Äste können bei anhaltender Trockenheit abbrechen. Daher ist bei jedem Waldbesuch Vorsicht walten zu lassen und speziell bei Wind oder starkem Regen sollte auf andere Freizeitaktivitäten ausserhalb des Waldes zurückgegriffen werden.

Auf dem weiteren Weg zum Plumper- und Betterwald konnten die Anwesenden die neu erstellten 3-Bein-Böcke besichtigen, welche zum Schutz vor Lawinen erbaut wurden. Das sehr abschüssige Terrain und die oberhalb gelegene "Chüeschtewand" begünstigen hier das Ansammeln von Schnee, welcher sich im Hang aber nicht halten kann. Die Böcke sind nun als Schutz und Unterstützung der Jungbäume erbaut worden, damit die dortige Flora einen natürlichen Schutz bilden kann.


Beim Abstieg zur Bützelhütte konnte der dortige Holzschlag zur Verbesserung der Bestandesqualität in Augenschein genommen werden. Hier wurde das Holz wo möglich quer gefällt und liegen gelassen, damit dem Boden wertvolle Pilze und Sporen angereichert werden können. Diese sind für die Bäume eine wichtige Nährstoffquelle.

Bei der Bützelstrasse wurden die Teilnehmenden von der Forstgruppe in Empfang genommen und zurück zum Forstwerkhof Falsen gebracht, wo ein Zvesper auf sie wartete. Bei angeregten Gesprächen rund um Wald, Wiesen und Politik liess man die gelungene Holzschlaganweisung ausklingen.


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